Baby Unfälle Verhindern

Kleinere Unfälle kann man nie ganz vermeiden oder ausschließen. Ähnlich wie Krankheiten treten Unfälle meist in einem bestimmten Lebensalter auf. Die Unfallgefahr hängt dabei stark vom jeweiligem Aktionsradius des Kindes ab:

  • Im Säuglingsalter sind besonders Stürze vom Wickeltisch oder auch aus dem Kinderwagen zu befürchten. Hier kann man einfach nicht genug Vorsorge treffen. Am besten jedoch, wenn man seinen kleinen Schatz in diesen Risikosituationen nie aus den Augen lässt.
  • Im Kleinkindalter, wenn die Aktivitäten zunehmen, kann sich das Risiko sogar noch erhöhen. Hier gehören hauptsächlich Erstickungsunfälle, Verbrennungen oder Vergiftungen zu den häufigsten Vorfällen. Auch hier empfiehlt es sich, hohe Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und das Kind nie unbeaufsichtigt zu lassen
  • Im Schulkindalter ist besonders der Straßenverkehr zu berücksichtigen. Kinder können die Geschwindigkeit und Entfernungen von Fahrzeugen einfach nicht richtig abschätzen. Hinzu kommen Sportunfälle, die sich nur schwer vermeiden lassen. Dennoch sind Kinder hier schon mit einer höheren Auffassungsgabe ausgestattet, sodass elterliche Aufklärung sehr zu empfehlen ist.

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Lassen Sie uns das Baby-Alter etwas genauer beleuchten:

Im Babyalter können über 50% der Unfälle und Prävention vermieden werden.

Im Säuglingsalter zählt Unachtsamkeit der Eltern leider tatsächlich zu den Hauptunfallursachen.

Aufgrund der körperlichen Sensibilität kommt es hier viel zu oft zu lebensbedrohlichen Schädel-Hirn-Traumata.

Säuglinge haben einen vergleichsweise großen Kopf und einen eher kurzen Hals. Der Kehlkopf des Babys liegt höher als bei Kleinkindern.

Der Kehldeckel sitzt bei Babys so hoch im Rachen, dass er den weichen Gaumen berührt. Aus diesem Grund vermögen Säuglinge Atmen und Muttermilch trinken zur gleichen Zeit.


Für die „Erste Hilfe Maßnahmen“ ist das ein wichtiger Punkt:

der lebensrettende Griff für Kleinkinder (das Überstrecken des Kopfes in den Nacken) darf hier auf keinen Fall angewandt werden. Bei Säuglingen kann dies nämlich zur Atemnot bis hin zum Atemstillstand führen.

Der Sauerstoffkonsum von Babys und Kleinkindern ist wesentlich höher als bei Erwachsenen. Daher haben akute Notfälle nicht selten Bedrohung der Atmung als Ursache. Notfälle wie Schreiweinen, Sonnenstich oder Atemnotfälle verlangen daher nach ganz besonderen Maßnahmen.

Ähnliche Sonderbehandlung und Obacht ist auf das Herz-Kreislaufsystem von Babys und Kleinkindern zu richten.

Vorsicht: Selbst geringe Blutverluste können Babys in einen Schockzustand fallen lassen!


Ebenso sind Verbrennungen, heftiges Schwitzen sowie Brechdurchfall mit absoluter Vorsichindernhiht zu behandeln. Hören Sie auf Ihren Instinkt: Alles, was Ihnen nicht normal vorkommt, kann für Ihr Kind eine ernste Gesundheitsgefährdung nachsichziehen.

Natürlich können Sie Ihre Augen nicht 24 Stunden am Tag auf Ihr Baby gerichtet haben, aber Sie können Vorkehrungen treffen die aus Ihrem Heim einen sichereren Ort machen. Einige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie unbedingt treffen sollten:

Erstickungsgefahr mindern:

  • Lassen Sie keine kleineren Gegenstände, wie Geld, Spielzeug, Verpackungen, Bonbons o. ä. in Reichweite Ihres Babys liegen.
  • Halten Sie Ihr Kind fern von Plastiktüten oder handlichen Kleidungsstücken.
  • Vermeiden Sie im Babybett Kopfkissen und Decken, sondern verwenden Sie einen Schlafsack Zudem Sollten Sie das Bett nicht mit Mengen an Kuscheltieren ausstatten. Dem sicheren Babyschlaf gilt besonderes Augenmerk.

Verbrennungsgefahr senken:

  • Kontrollieren Sie stets die Wassertemperatur des Bades. Sie sollte 36°C bis 38°C betragen.
  • Beugen Sie Verbrennungsgefahren in der Küche vor. Ihr Kind sollte bei Krabbelausflügen nicht in die Nähe des aktiven Ofens gelangen.
  • Verwenden Sie zur Sicherheit einen Ofen mit isolierter Tür. Stellen Sie Ihr Bügeleisen in Ihrer Abwesenheit ab und benutzen Sie es am besten in Abwesenheit Ihrer Kinder.
  • Platzieren Sie Schüsseln oder Teller mit heißem Inhalt nie an den Rand des Tisches und drehen Sie die Griffe und Henkel der Töpfe stets zur Tischinnenseite bzw. zur Wand.

Vergiftungen verhindern:

  • Medikamente gehören nicht in Reichweite eines Kindes. Ein abschließbarer Medizinschrank sollte auch im Hinblick auf das bevorstehende Kleinkindalter Pflicht sein.
  • Halten Sie Reinigungsmittel, Kosmetikprodukte, Werkzeuge oder Gartenprodukte fern von Ihrem Baby. Platzieren Sie diese Gegenstände in für Ihr Baby unerreichbare Höhe. Im Idealfall verwenden Sie immer einen abschlißbaren Schrank.
  • Achten Sie stark auf Ihre Wohnungsflora. Viele Pflanzen sind giftig oder rufen bei Hautkontakt oder oraler Aufnahme allergische Reaktionen hervor.

Vorsicht vor Stromschlägen:

  • Überprüfen ob Ihre Steckdosen und Kabelsysteme den Sicherheitsnormen entsprechen.
  • Verwenden Sie für Steckdosen stets Kindersicherungen. Beachten Sie auch hier die Sicherheitsnormen.
  • Lassen Sie nie Verlängerungskabel stecken.
  • Vermeiden Sie elektrische Geräte in Wassernähe.

Bei allen Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie auch für den Ernstfall gewappnet sein…

Rufen Sie bei Notfällen ohne zu zögern den Notarzt (112). Außerdem empfiehlt es sich einen hochwertigen „Erste Hilfe Kurs“ abzulegen, um wirklich alles tun zu können, was in seiner Macht steht.

Diese besonderen Kenntnisse für die „Erste Hilfe am Kind“ lassen Sie nicht nur ruhiger schlafen, sondern bieten Ihrem Baby optimalen Schutz für den Fall der Fälle.

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baby allein einschlafen

Weitere Infos: > Vorsicht vor Schlafmangel….

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